Deposits

Die Monografie Deposits dokumentiert und beschreibt vier video- und fotografische Arbeiten von Uriel Orlow aus den Jahren 1996 bis 2000. Sie präsentieren die unterschiedlichen Facetten von Orlows Herangehensweise, die Produktion von Kunst als einer Strategie für die Erinnerung an den Holocaust zu begreifen. In diesen Arbeiten verdeutlicht Orlow die Geschichte als einen Aspekt des Gegenwärtigen, statt sie nur in der Vergangenheit zu suchen. Er macht Geschichte sichtbar, indem er sich mit den Orten der Erinnerung in ihrem jetzigen Zustand auseinandersetzt und ihnen mit zeitgenössischen Fragestellungen begegnet.

Deposits ist als Sammlung dieser außergewöhnlichen Arbeiten angelegt, aber auch als Weiterentwicklung der darin schon enthaltenen Auseinandersetzung von Darstellbarkeit und Erinnerung. Zentrales Thema der Arbeit von Uriel Orlow ist das Archiv und die Funktion des Künstlers als Archivar. Deposits dokumentiert diese Kunstwerke und erweitert sie gleichzeitig durch die kritische und philosophische Diskussion.

Mit Texten von: Alexander Garcia Düttmann, Kai-Uwe Hemken, Eric Jacobson, Michael Newman, Uriel Orlow und Monica Ross.