Werkbuch

Walter Zurborgs Apparaturen und Einbauten zielen auf zwei Grundbedingungen unseres ästhetischen Erlebens, den menschlichen Körper und den Raum. Sie sind aus sehr einfachen Materialien gefertigt, aus Hölzern, Leitungsrohren, Kabeln und ähnlichen Baumarktartikeln. Beinahe sieht es so aus, als vermeide Zurborg jeden Anschein von symbolischer Stofflichkeit – als sollten seine Werke einfach nur da sein. Gleichzeitig besitzen sie ein Potential, das über dieses bloße Da-sein hinausgeht. Es sind eben keine bloßen Dinge; die Apparaturen können in Betrieb gesetzt werden und die Einbauten warten auf jemanden, der sie in Besitz nimmt.
Ihre Ambivalenz zwischen einfacher Materialität und komplex organisierter Funktionalität überlässt es dem Betrachter, wie er ihnen begegnet – ob er sie als konstruktiv oder destruktiv, verspielt oder aggressiv erlebt: Seine Assoziationen geben die Richtung vor für das Verständnis der Werke.
Das Buch dokumentiert Zurborgs wichtigste Installationen der vergangenen drei Jahre und eine Auswahl seiner Zeichnungen.
Mit Texten von Hans-Jürgen Lechtreck und Thomas Niemeyer.